HALBZEIT ... im JUPITER-PLUTO-Zyklus - Eine kosmische Zwischenbilanz über Macht und Expansion
- stelladanza66
- 20. Juli
- 11 Min. Lesezeit

Der Beginn des Zyklus war im STEINBOCK
Der für diese Betrachtung maßgebliche Ausgangspunkt des gegenwärtigen JUPITER-PLUTO-Zyklus liegt am 30. Juni 2020. Um 5:47 Uhr Weltzeit begegneten sich JUPITER und PLUTO auf 24°06′ STEINBOCK – und damit auf dem 25. Grad des Zeichens.
Da die beiden Planeten aufgrund ihrer Rückläufigkeit im Jahr 2020 insgesamt dreimal aufeinandertrafen, entfaltete sich der Zyklusbeginn in mehreren Etappen. Die Konjunktion am 30. Juni bildet jedoch den genauen Ausgangspunkt meiner Sabischen Betrachtung.
Das Sabische Bild des 25. Grades STEINBOCK zeigt einen Händler mit orientalischen Teppichen beziehungsweise einen Laden voller orientalischer Teppiche. Es erzählt von Werten, die aus unterschiedlichen Kulturen stammen und an einem gemeinsamen Ort zusammentreffen. Tradition, Schönheit, Handwerk, spirituelle Ideen und alltäglicher Handel fließen ineinander.
Dieses Bild enthält das Potenzial für einen respektvollen globalen Austausch: Menschen, Länder und Kulturen bringen ihre jeweiligen Fähigkeiten und Schätze zusammen. Sie können voneinander lernen und auf der Grundlage gegenseitiger Wertschätzung nachhaltige Bündnisse mit Substanz schaffen.
Zugleich stand NEPTUN auf 20°56′ FISCHE und damit auf dem 21. Grad FISCHE im Sextil zu dieser Konjunktion. Sein Sabisches Bild zeigt einen Weisen, der einem kleinen Kind dabei zusieht, wie es ein Lamm streichelt. Weisheit, kindliche Unschuld und die schützenswerte Natur begegnen einander.
NEPTUN gab dem Zyklus damit einen weiteren Auftrag mit auf den Weg: die Zusammenhänge zwischen scheinbar voneinander getrennten Ebenen wahrzunehmen, im vermeintlichen Chaos eine organische Ordnung zu erkennen und wirtschaftliches oder politisches Handeln mit Mitgefühl, Achtsamkeit und dem Schutz des unschuldigen Lebens zu verbinden.
Ein Planeten-Zyklus beginnt in mehreren Schritten
Der Jupiter-Pluto-Zyklus begann 2020 nicht in einem einzigen Augenblick. JUPITER und PLUTO begegneten sich dreimal im STEINBOCK.
Solche Wiederholungen entstehen durch die Rückläufigkeit der Planeten. Astrologisch erzählen sie keinen dreimal identischen Satz. Sie bilden einen Entwicklungsprozess.
Kleines Astro-Wissen:
Die erste direktläufige Begegnung setzt den Impuls. Die rückläufige Wiederholung führt das Thema zurück nach innen. Sie fordert zur Überprüfung auf. Was wurde begonnen? Welche Motive wirken im Verborgenen? Was muss noch einmal bedacht, korrigiert oder tiefer verstanden werden?
Die abschließende direktläufige Konjunktion bringt das Thema erneut ins Bewusstsein. Sie verfestigt, was aus der Prüfung hervorgegangen ist, und zeigt, mit welcher Botschaft und Verantwortung der Zyklus nun in die Zukunft geht.

2020 – JUPI & PLUTO beim orientalischen Teppichhändler: Welche Werte sollten wir zusammenführen?
Die ersten beiden Begegnungen von JUPITER und PLUTO im Frühling 2020 führten uns auf den 25. Grad
STEINBOCK.
Die erste exakte Konjunktion fand im April 2020 direktläufig statt. Am 30. Juni 2020 kehrten JUPITER und PLUTO rückläufig noch einmal auf denselben Grad zurück.
Das Sabische Bild zeigt einen Händler mit orientalischen Teppichen beziehungsweise einen Laden voller orientalischer Teppiche.
Es ist ein Bild des Austauschs. In diesem Laden begegnen sich unterschiedliche Kulturen, Traditionen, handwerkliche Fähigkeiten, spirituelle Vorstellungen und wirtschaftliche Interessen. Etwas, das an einem Ort geschaffen wurde, erhält an einem anderen Ort Bedeutung und Wert.
Darin liegt das Potenzial einer Weltwirtschaft, die die Kontinente wirklich verbindet.
Menschen, Länder und Kulturen könnten ihre Fähigkeiten zusammentragen. Sie könnten die Schönheit, das Wissen und die Ressourcen des jeweils anderen achten. Aus Handel könnte Beziehung entstehen. Aus Unterschiedlichkeit gemeinsamer Reichtum. Aus wirtschaftlichen Bündnissen könnten langfristige Partnerschaften mit Substanz werden.
Doch der Teppichladen stellte auch unbequeme Fragen:
Wer stellt die Teppiche her?
Wer handelt mit ihnen?
Wer bestimmt ihren Preis?
Und bei wem landet der Gewinn?
Die rückläufige Wiederholung im Juni 2020 verlangte deshalb mehr als eine schöne Vision globaler Zusammenarbeit. Sie forderte dazu auf, die Bedingungen dieses Austauschs zu prüfen.
Begegneten wir einander wirklich auf Augenhöhe?
Oder wurden die Schätze, Rohstoffe, Arbeitsleistungen und kulturellen Errungenschaften vieler Menschen von wenigen vermarktet und angeeignet?
Genau diese Frage tritt an der heutigen Jupiter-Pluto-Opposition mit voller Wucht hervor und zeigt, wie stark die Energie des Zyklus verzerrt wurde.
Zwei Auszeichnungen für Tapferkeit: Wem verliehen wir Macht?
Die abschließende Jupiter-Pluto-Konjunktion fand am 12. November 2020 direktläufig auf dem 23. Grad STEINBOCK statt.
Nun wechselte das Sabische Bild: Es erzählte von zwei Auszeichnungen für Tapferkeit im Krieg.
Dieses Bild spricht von Führung, Mut, Anerkennung und gesellschaftlicher
Verantwortung. James Burgess fasst seinen Kern so zusammen: Durch Führung kommen hohe Belohnung und schwere Pflichten.
Wahre Autorität entsteht aber nicht durch prahlerische Selbstdarstellung. Ein Mensch erhebt sich nicht über andere, indem er seine eigene Größe verkündet. Er gewinnt Bedeutung durch Charakter, Erfahrung, persönliche Vision und den Dienst an einer größeren Aufgabe. Je höher jemand aufsteigt, desto größer wird daher nicht nur seine Macht. Auch seine Verantwortung wächst.
Öffentliche Anerkennung ist kein Freibrief.
Eine Auszeichnung ist kein Anspruch auf immer neue Huldigungen.
Führung bedeutet, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, deren Vertrauen und Möglichkeiten diese Führungsposition überhaupt erst geschaffen haben.
Wenn sich die Auszeichnung von der Verantwortung löst
Von dieser reifen Form der Führung ist für mich heute wenig zu spüren.
Statt gesellschaftliche Anerkennung als Verpflichtung zu verstehen, scheinen manche der mächtigsten Männer der Welt ihre Position als Beweis dafür zu betrachten, dass ihnen weitere Macht, weitere Gewinne und weitere Bewunderung zustehen.
Beim amerikanischen Präsidenten Donald Trump entsteht in mir bisweilen der Eindruck, als müssten ihm seine Umgebung und schließlich die ganze Welt jeden Tag eine neue Medaille umhängen. Als wäre bereits seine Stellung der Beweis für besondere Tapferkeit und als schuldeten ihm deshalb alle Anerkennung, Gehorsam und Dankbarkeit.
Das ist meine persönliche Wahrnehmung. Doch sie beschreibt für mich eine Schattenseite des Sabischen Bildes:
Die Auszeichnung wird eingefordert, während die damit verbundene Pflicht verdrängt wird.
Auch viele Hyperreiche treten inzwischen auf, als sei ihr Vermögen nicht nur wirtschaftlicher Besitz, sondern ein Orden für persönliche Überlegenheit. Als beweise Reichtum automatisch Charakter, Weitsicht oder besondere Verdienste um die Gemeinschaft.
Dabei entsteht großer Reichtum niemals im luftleeren Raum. Er braucht Beschäftigte, öffentliche Infrastruktur, Bildungssysteme, Kundinnen und Kunden, Rohstoffe, politische Stabilität und eine Gesellschaft, die all dies ermöglicht.
Wer besonders viel aus dieser Gemeinschaft erhält, trägt deshalb auch eine besonders große Verantwortung für sie.
Medaillen für die falschen Helden
Besonders deutlich wird die Verkehrung dieses Bildes, wenn politische Führung die Verantwortung nach unten verschiebt oder wenn sich Politiker*innen einfach mal über die Gesetze des Landes hinwegsetzen und damit auch noch hausieren gehen.
Bundeskanzler Friedrich Merz zum Beispiel hat wiederholt gefordert, die Menschen in Deutschland müssten mehr arbeiten. Seine Äußerungen, sind Unterstellungen und geben den Eindruck, mangelnder Arbeitseifer der Bevölkerung sei eine wesentliche Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten - nach deutlicher Kritik erklärte Merz später, er habe die Beschäftigten nicht beleidigen wollen, und räumte ein, seine Anliegen besser vermitteln zu müssen.
Doch eine solche Erzählung bleibt problematisch.
Denn während Beschäftigten vermittelt wird, sie müssten sich lediglich stärker anstrengen, bauen große Unternehmen gleichzeitig Arbeitsplätze ab, schließen Standorte oder verlagern Tätigkeiten auf Maschinen und KI. Allein in der deutschen Industrie waren Ende des ersten Quartals 2026 rund 127.300 Menschen weniger beschäftigt als ein Jahr zuvor. Seit 2019 gingen dort mehr als 340.000 Stellen verloren.
Menschen werden also keineswegs ausschließlich arbeitslos, weil sie nicht arbeiten wollen. Viele verlieren ihre Stelle, obwohl sie gearbeitet, Verantwortung übernommen und ihre Lebenszeit in ein Unternehmen investiert haben. Andere finden trotz Bewerbungen keine neue Beschäftigung, zum Beispiel, weil sie älter als 50 sind. Wieder andere pflegen Angehörige, erziehen Kinder, sind erkrankt oder arbeiten längst bis an ihre Belastungsgrenze.
Wer all diese Menschen unter den pauschalen Verdacht mangelnder Leistungsbereitschaft stellt, schiebt ihnen den Schwarzen Peter zu.
Diejenigen, die Arbeitsplätze abbauen und Gewinne sichern, erscheinen hingegen als erfolgreiche Strategen und politische Partner.
Diejenigen, die ihre Arbeit verlieren, sollen sich für die wirtschaftlichen Folgen rechtfertigen.
So wird Verantwortung umgekehrt.
Die eigentliche Botschaft:
Das Sabische Bild der beiden Tapferkeitsauszeichnungen hatte dem neuen Jupiter-Pluto-Zyklus eine klare Aufgabe mitgegeben:
Macht braucht Charakter und Anerkennung braucht Demut.
Führung braucht die Bereitschaft, Lasten zu tragen und der Gemeinschaft zu dienen.
Die Auszeichnung besteht nicht darin, über anderen zu stehen. Sie besteht darin, mehr Verantwortung als andere zu übernehmen.
Am heutigen Kulminationspunkt des Zyklus müssen wir deshalb fragen:
Wer trägt tatsächlich die Folgen seiner Entscheidungen?
Wer erhält Anerkennung, ohne Verantwortung zu übernehmen?
Wem hängen wir immer neue Medaillen um, obwohl andere den Preis für dessen Entscheidungen zahlen?
Und warum lassen wir uns einreden, wirtschaftlicher Erfolg sei automatisch ein Beweis für moralische Größe?
Die Jupiter-Pluto-Opposition zeigt, wie weit wir uns von der ursprünglichen Aufgabe dieses Zyklus entfernt haben.
~ Der Teppichhändler wurde zum globalen Konzernlenker.
~ Die kulturellen Schätze wurden zur Handelsware.
~ Die Tapferkeitsmedaille wurde zum Statussymbol.
~ Und die schwere Pflicht, die mit Macht einhergeht, wurde an die Allgemeinheit weitergereicht.
Wohin weist dieser Zyklus?
Eine Opposition ist nicht der Endpunkt. Sie ist die Halbzeit. Der Augenblick größtmöglicher Aufdeckung und Sichtbarkeit. Was mit der Konjunktion begann, steht uns nun gegenüber und verlangt, dass wir hinsehen. Wir stehen am Kulminuspunkt des Zyklus.
Die heutige Jupiter-Pluto-Opposition zeigt, wie Macht, Expansion und wirtschaftliche Bündnisse aus dem Lot geraten können. Sie zeigt die Konzentration von Reichtum, den Anspruch einzelner Menschen auf immer neue Huldigungen und eine Führungskultur, die Belohnungen gern entgegennimmt, ihre Pflichten jedoch an die Allgemeinheit weiterreicht.
Doch ein Planeten-Zyklus sollte nicht nur aus seinen Schattenseiten bestehen.
Seine Halbzeit stellt uns daher vor eine Wahl :
Wir könnten weiter hinnehmen, dass wirtschaftliche und politische Macht bei immer weniger Menschen zusammenläuft. Wir könnten uns an Maßlosigkeit gewöhnen und jedes neue Unrecht mit einem müden „So ist es eben“ quittieren. Oder wir könnten beginnen, die Kräfte dieses Zyklus anders zu nutzen.
JUPITER müsste dann nicht länger den globalen Größenwahn noch mehr aufblasen. Er könnte statt dessen seine andere wundervolle Eigenschaft, unser Verständnis von Gerechtigkeit, Verantwortung und globaler Verbundenheit ausspielen und unser aller Handlungsradius erweitern.
PLUTO müsste nicht versuchen, jegliche Kontrolle zu bekämpfen. Statt dessen könnte seine Kraft verborgene Abhängigkeiten sichtbar machen und überkommene Machtverhältnisse grundlegend verwandeln, um zu mehr kollektiver Freiheit und Zusammenarbeit zu führen.
URANUS könnte Wissen, Sprache und Technologien zu Werkzeugen einer aufgeklärten Gemeinschaft machen.
Und NEPTUN könnte uns daran erinnern, dass kein wirtschaftlicher Erfolg etwas wert ist, wenn er auf der Zerstörung von Leben, Würde und Mitgefühl beruht.
Die Opposition zwischen JUPITER und PLUTO fragt daher nicht allein:
Was haben die Mächtigen aus diesem Zyklus gemacht?
Sie fragt auch:
Was machen wir aus ihm?
Der nächste Zyklus wird im WASSERMANN beginnen
In 7 Jahren, am 4. Februar 2033 begegnen JUPITER und PLUTO erneut und starten ihren nächsten 13-Jahres-Zyklus. Ihre Konjunktion wird auf 14°50′ WASSERMANN und damit auf dem 15. Grad dieses Zeichens stattfinden.
Die Sabischen Symbole weisen damit auf einen vollständigen Wechsel des Schauplatzes hin: vom Erdzeichen, STEINBOCK mit seinen Hierarchien, Institutionen und wirtschaftlichen Machtpyramiden in den luftigen WASSERMANN, das Zeichen der freien Gesellschaft, der Netzwerke, der Unabhängigkeit, der Innovation und der gemeinsamen Zukunft.
Das Sabische Bild des 15. Grades WASSERMANN zeigt:
Zwei Liebesvögel, die auf einem Zaun sitzen und glücklich singen.

James Burgess verbindet diesen Grad mit einem geistig erhebenden Gefühl von Erfüllung und mit der bewussten Übung des Glücklichseins. Das Bild erzählt von Verbundenheit, Kooperation und einer inneren Reife, die nicht mehr aus Herrschaft, Überlegenheit oder Anhäufung entsteht. Glück wird nicht gegen andere errungen. Es entsteht in Beziehung und darf geteilt werden. (Sacred 7 Academy)
Was für ein Unterschied zu den Bildern des gegenwärtigen Zyklus!
2020 begegneten uns der globale Händler und die Auszeichnungen für Tapferkeit im Krieg. Es ging um Werte, Handel, Macht, Führung, Anerkennung und die schwere Verantwortung, die damit verbunden ist.
2033 sitzen zwei fliegende Wesen miteinander auf einem Zaun.
Der Zaun trennt – und dennoch finden sie auf ihm einen gemeinsamen Platz.
Sie bekämpfen einander nicht. Keiner versucht, den anderen vom Zaun zu stoßen. Keiner beansprucht das ganze Revier für sich.
Sie sitzen dort gemeinsam.
Und sie singen.
Vielleicht liegt genau darin die Zukunftsbotschaft dieses Zyklus: Wir werden die kommende Welt nicht durch noch größere Machtblöcke, noch reichere Einzelne und noch höhere Mauern gestalten. Wir werden sie nur gestalten können, wenn wir lernen, Unterschiede auszuhalten, Beziehungen zu pflegen und unser Wissen, unsere Möglichkeiten und unseren Reichtum zu teilen.
Französische Revolution 2.0?
Ich bin überzeugt, dass wir uns gegen Ende der 2020er- und zu Beginn der 2030er-Jahre auf eine revolutionäre Verdichtung zubewegen. Ich nenne sie für mich die Französische Revolution 2.0.
Damit meine ich keine Wiederholung von Terror, Blutvergießen oder Guillotine. Ich wünsche mir keine Gewalt und keine Vernichtung von Menschen.
Gemeint ist eine grundlegende Veränderung unseres gesellschaftlichen Bewusstseins.
Wie viele Privilegien weniger Menschen kann eine Gemeinschaft noch tragen?
Wie lange lassen sich Milliardenvermögen, politische Einflussnahme und die Verfügungsgewalt über Daten, Medien und lebenswichtige Ressourcen als bloßer persönlicher Erfolg verkaufen?
Wann verlieren Systeme ihre Legitimität, weil wir genau hinsehen und erkennen, dass sie nicht mehr dem Leben dienen?
Die revolutionäre Kraft des WASSERMANNS besteht nicht allein im Aufstand. Sie besteht in der Erkenntnis, dass eine Gesellschaft auch vollkommen anders organisiert werden könnte, und zwar nicht auf dem Pfad der Konkurrenz, die angeblich das Geschäft belebt, sondern auf der Ebene der Kooperation, in der jede*r ihre/seine Fähigkeiten in das gemeinsame Schaffen einbringt und wiederum aus dem Gemeinsam Geschaffenen die Früchte erntet.
~ Es geht um Teilhabe.
~ Um gerechtere Verteilung.
~ Um freien Zugang zu Wissen und Bildung.
~ Um Technologien, die der Allgemeinheit dienen.
~ Und um eine erwachsene Demokratie, in der die Bevölkerung mehr ist als eine reine Zuschauermenge, die gelegentlich ihr Kreuz auf einem Wahlzettel macht und anschließend wieder den Mächtigen das Spielfeld überlässt.
Die Rückkehr der urweiblichen Kraft
Für diese Veränderung braucht es nach meiner Überzeugung eine Stärkung der urweiblichen Kraft.
Damit meine ich keine biologische Eigenschaft von Frauen. Und erst recht keine Revolution von Frauen gegen Männer.
Das Urweibliche ist ein archetypisches Prinzip, das in Menschen jeden Geschlechts lebt.
~ Es ist die Fähigkeit, Leben zu schützen und zu nähren.
~ Es denkt in Zusammenhängen und Beziehungen.
~ Es erkennt Abhängigkeiten an, ohne daraus Unterwerfung zu machen.
~ Es weiß, dass Fürsorge keine sentimentale Nebensache ist, sondern eine Voraussetzung für das Überleben jeder Gemeinschaft.
Es berücksichtigt Kinder, Kranke, Alte, Verletzliche, Tiere, Natur und zukünftige Generationen, bevor es Gewinne verteilt.
Diese Kraft steht nicht gegen das Männliche. Sie stellt sich gegen ein krankhaft verformtes Männlichkeitsbild, das Stärke mit Dominanz, Führung mit Unterwerfung und Erfolg mit der Anhäufung von Geld verwechselt.
NEPTUN wird 2033 auch immer noch hin durch den WIDDER laufen. Nach meiner astrologischen Deutung ist dann die Erosion dieser überholten Männlichkeitsstereotype noch immer in vollem Gange.
NEPTUN zertrümmert sie nicht mit einem einzigen Schlag.
~ Er unterwandert sie.
~ Er löst ihre scheinbare Selbstverständlichkeit auf.
~ Er lässt ihre Fassaden durchsichtig werden.
Und vielleicht erkennen immer mehr Menschen, dass der herrschsüchtige Mann, der sich selbst zum Mittelpunkt der Welt erklärt, kein starker Anführer ist. Er ist lediglich ein Mensch, der nie gelernt hat, mit seiner Macht verantwortlich umzugehen.
Keine Revolution der Geschlechter
Die kommende Revolution darf kein Kampf von Frauen gegen Männer werden.
Sie wird auch keine Revolution einer bestimmten Identität, Hautfarbe, Herkunft oder sexuellen Orientierung sein.
An ihrer Spitze muss die Intelligenz der Menschheit stehen.
Eine Intelligenz, die männliche und weibliche Kräfte miteinander verbindet.
Die Frauen, Männer, nichtbinäre, transgeschlechtliche und queere Menschen einbezieht.
Die LGBTQ+-Lebensweisen nicht als Randthema betrachtet, sondern als Teil der menschlichen Vielfalt.
Die weder das Männliche abschaffen noch das Weibliche auf eine biologische Rolle reduzieren will.
Was überwunden werden muss, ist nicht ein Geschlecht.
Es ist das Herrschaftsdenken, dass wir kollektiv seit Jahrtausenden gewohnt sind, was mit Pluto in Wassermann aufgebrochen werden muss wie eine alte Kruste der Geschichte.
Die Vorstellung, einer müsse oben stehen, damit die anderen unten bleiben, ist altertümlich und in Anbetracht der Verbundenheit der ganzen Welt durch das Internet völlig unzeitgemäß.
Die Vorstellung, Fürsorge sei Schwäche, ist auch nur ein männlich stereotypes Narrativ, das unsere Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl kleinmacht.
Die Vorstellung, Konkurrenz sei natürlicher als Kooperation ist in meinen Augen einfach nur BOOMER-Schnack.
Und die Vorstellung, Besitz mache einen Menschen wertvoller als andere, gibt nur denen Raum, denen die Menschenrechte egal sind.
Wir bewegen uns für 200 Jahre in der Luft-Epoche
Die lange Erd-Epoche (1820-2020) richtete ihren Blick auf Besitz, Territorien, Rohstoffe, Gebäude, Grenzen, Messbarkeit, Beweisbarkeit und auf materielle Sicherheit.
Wer hatte das Land?
Wer besaß die Fabrik?
Wer kontrollierte das Geld?
Wer saß an der Spitze der Pyramide?
In der Luft-Epoche (2020-2220) verschieben sich die Fragen.
Wer verfügt über Wissen?
Wer kontrolliert die Informationen?
Wer programmiert die Netzwerke?
Welche Gedanken dürfen zirkulieren?
Wer wird gehört?
Und wer kann an der gemeinsamen Zukunft mitwirken?
Die Herausforderungen werden dadurch keineswegs kleiner. Auch Wissen, Daten und Kommunikation können monopolisiert und zur Kontrolle eingesetzt werden.
Doch die Luft lässt sich nicht dauerhaft einsperren.
Ideen überwinden Grenzen.
Menschen verbinden sich.
Informationen finden neue Wege.
Und kollektive Intelligenz kann stärker werden als die einer kleinen Gruppe, die einem Anführer folgt, der glaubt, er könne die Welt nach seinem persönlichen Geschmack formen.
Der neue Jupiter-Pluto-Zyklus des Jahres 2033 beginnt mit zwei Vögeln, die gemeinsam auf einem Zaun sitzen und glücklich singen.
Vielleicht werden wir bis dahin verstanden haben, dass Erfüllung nicht darin besteht, den gesamten Zaun zu besitzen.
Vielleicht werden wir begriffen haben, dass wir einander brauchen.
Und vielleicht wird die nächste große Revolution deshalb keine Revolution der einen gegen die anderen, sondern eine Revolution der vereinten Völker für das Leben.
Eine Revolution der Fürsorge. Eine Revolution, die von Frauen und Minderheiten iniziiert und gelenkt wird, zum höchsten Wohle aller. Eine Revolution der menschlichen Intelligenz.
DAS IST MEIN TRAUM – als Frau, als Mutter, als Demokratin und buddhistische Christin.
Wir sind schon auf dem Weg ins Wassermann-Zeitalter. Die Luft-Epoche ist unser erstes Tor dorthin.
Die Erd-Epoche ist vorbei - Basta.




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